Gleich ist nicht gleich gleich

Bildbeitrag der Parte DieLinke Sachsen auf Facebook
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Liebe DIE LINKE. Sachsen,

ich kanns mittlerweile nicht mehr hören, Jahr aufs Jahr besingt Ihr aufs Neue die ewig gleiche Mär – oder besser gesagt Leier – vom ewiglich gedemütigten Ossi. Dass die Lebenshaltungskosten nebst Miete und allem, was man sonst noch so berappen muss, im Osten ebenfalls deutlich niedriger sind, als beispielsweise beim KFZ Mechaniker in München, der genau deswegen auch 500€ mehr bekommt, als sein Kollege in Delitzsch, Leipzig oder Hoyerswerda, ignoriert Ihr dabei ebenso geflissentlich, wie so viele andere Teile der Realität, die nicht ins populistische Weltbild passen.

Gleichberechtigung, Gleichstellung und Gleichbehandlung sind tolle Dinge und bei der Forderung, dass diese vorhanden sein müssen und es wert sind, dafür zu kämpfen, bin ich völlig bei Euch – selbst dann noch, wenn die Realität ja letztlich doch eine andere ist und eben nicht alle gleich sind und tatsächlich auch gar nicht sein müssen, die Vorstellung ist ja dennoch keine unschöne. Allerdings bedeuten Gleichstellung und Gleichbehandlung halt eben nicht, dass der “Ossi-KFZler” bei niedrigeren Preisen und Lebenshaltungskosten als sie sein “Wessi”-Kollege hat, denselben Lohn bekommen müsse. Gleich behandelt ist er dann, wenn er sich eine vergleichbare Wohnung und einen vergleichbaren Lebensstil leisten kann. Das kostet im Osten nunmal streckenweise deutlich weniger als im Westen. Willkommen in der Realität.

Im Übrigen: man täte auch schon einen großen, richtigen und wichtigen Schritt in Richtung Gleichbehandlung und Gerechtigkeit, würde man nicht ständig krampfhaft die Kampfbegriffe Ossi und Wessi auspacken. Just saying.

 

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