Computerspiele sind schuld!

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“Das macht vielen Eltern Kopfzerbrechen!”, titelt NTV und belebt damit die gute alte “Killerspiel” Debatte von Neuem, zumindest aber die, dass Computerspiele als solche schädlich und süchtigmachend seien.

“Wenn das eigene Kind stundenlang vorm Bildschirm hockt […]”, ist nach wie vor nicht das Spiel, die Branche oder sonst irgendwer, den man bequem und convenient zum Sündenbock erklären kann Schuld, sondern immer noch in erster Linie die Eltern selbst.

Zum Einen: willkommen in 2018. Stundenlang vorm Bildschirm hocken kann in Ordnung sein. Das muss nicht zwingend in grundlegender sozialer Unfähigkeit und Gesundheitsschäden enden; dass das Klischee “Kellerkinder” – wie so ziemlich jedes Klischee – nicht zu 100% korrekt ist und wie so häufig einfach als dramaturgisch überspitztes Mittel zur Diskussion verwendet wird, dürfte ja nun mittlerweile wirklich erwiesen sein.

Zum Anderen: wer, wenn nicht die Eltern, sollen denn bitte für Erziehung, klare Regelsetzung, moralisch-soziale Festigung und “die Lektionen des Lebens” zuständig sein? Liebe Eltern, wenn Euch stört, dass die Früchte Eurer Lenden ständig nur vor dem Bildschirm hocken, dann tut was dagegen. Unternehmt was mit Ihnen. Bietet Ihnen Alternativen an. Lebt Ihnen vor allen Alternativen vor! Es mutet absurd und ulkig zugleich an, dass eine Generation, die selbst mehrheitlich von der Glotze erzogen und geprägt wurde, sich nun darüber beschwert, dass ein Computermonitor nun diese Aufgabe bei ihren eigenen Kinder übernimmt. Newsflash: wer Kinder in die Welt setzt, hat sich auch um diese zu kümmern und braucht sich über sowas halt nicht wundern, wenn die bevorzugte Methode, das Kind zu beschäftigen, der Fernseher, das Tablet oder andere Gadgets sind.

 

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